
Welt, du rast im Schleudergang,
spülst uns Sicherheiten weg,
schabst uns rau die Trommel entlang,
verschleuderst Wahn und Dreck.
Sauber, sicher wird es niemals!
Ein Wirbel drückt uns auf ein Riff,
fest in der Schlaufe eines Schals,
würgen wir in seinem Griff.
Der Frühlingsrock zerfetzt, zerknittert
Goethes Gedichte säuseln nur Schitt
Die Welt in Schlamm geschlittert
durchgedreht rotiert alles mit
Kalt so kalt, der Frühling lässt
Noch ewig auf sich warten.
Bomben trommeln, schlagen fest,
fegen Orte aus den Karten.
Bullen, Bären sind geflohen,
Schläge, Schrecken, Hitze, Leid.
Flammen saugen, Menschen verrohen
Zerbissen Zungen – Totes schreit!
Die Wirklichkeit zerstört, zermahlt,
schwarz und kahl, verbrannte Bäume,
versperrte Türen, teurer bezahlt
wird jeder unserer schönen Träume.
Schrei auf zu deinem gnädigen Gott!
Statt Regen regnet es Raketen.
Seht! Euer Herr treibt mit euch Spott,
will Euch zusammen prügeln, kneten.
Euer Gott schuf eine harte Welt,
er liebt es, lässt es gerne krachen.
Wenn Mensch um Mensch zur Erde fällt,
wird er sich einfach neue machen.
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